Windsperre

Damit es – nachhaltig – nicht mehr durch Wände und Decke pfeift (und regnet), musste unser kürzlich geschaffener Roh-Holzbau eingehüllt werden. Dazu haben wir auf eine spezielle stoffartige Folie zurückgegriffen.

Von früheren Wassereinbrüchen und badewannengroßen Ausbeulungen unserer bisher provisorischen Dachplane gezeichnet, haben wir uns zunächst darauf konzentriert, das Dach endlich zu verschließen. Glücklicherweise fiel dies in die wohl regenärmste Zeit des Sommers 2018, sodass der Holzrohbau in der Zwischenzeit wieder trocknen konnte. Auch zum besseren Schutz vor starken Böen, die bisher das Potential in sich trugen, unsere vorige Folie abheben zu lassen oder gar (über zehn Meter Länge) entzwei zu reißen, haben wir die nun neue Folie direkt mit der ersten Dachlattung befestigt. Diese wiederum wird uns beim späteren Dachaufbau als Grundlage für eine Konterlattung dienen.

Sowohl Dach als auch die Wände haben wir in wenigen Tagen und direkt von der Rolle eingehüllt. Bei den Wänden wurde die Folie dann an vielen durchgehenden Pfosten des Fachwerks mit Tackernadeln befestigt. Sämtliche Überlappungen aller Folienteile und hervorstehende Teile des Holzfachwerks haben wir mit dazugehörigem Gewebeband verklebt, sodass an wirklich allen Ecken des entstehenden Hauses die Windsperre ihre Funktion erfüllt. Zum Schluss wurden noch alle Fenster- und die Türöffnung ausgeschnitten und ebenfalls mit Gewebeband und Tackernadeln am Ständerwerk befestigt.

Diese Windsperre erfüllt zweierlei Dinge: Wasser kommt nicht hindurch (perlt ab), Luft (insbesondere: »Wind«) ebenfalls nicht – jedoch kann beides ›diffundieren‹. Zweck dessen: Im Innern des Wagens kann uns das draußen ggf. stürmische Wetter nichts mehr anhaben, auch Wasser und geschmolzener Schneestaub (der ggf. unter das spätere Dach geblasen wird) fließt nicht ins Innere, sondern auf der Folie ab und dennoch kann der gesamte Wagen ›Atmen‹. Das heißt, dass Raumfeuchte, die in der später einzubringenden Isolationsschicht gebunden ist, nach außen hin abgegeben werden kann. Vorzugsweise geschieht ersteres (Feuchtigkeitsbindung) im Winter, letzteres im Sommer. Davon erhoffen wir uns zusätzlich (Stichwort Verdunstungskälte) im Sommer einen kühlenden Effekt. Und ganz einfach ausgedrückt: Damit nichts schimmelt, lässt diese Folienbahn, die den Wind draußen hält, dennoch Feuchtigkeit durch.

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