Dachrinne

Derzeit warten wir auf unsere Holzlieferung, um mit dem Innenausbau fortfahren zu können. Diese lässt leider etwas auf sich warten.

Wir nutzen die Zeit zum Bau einer Dachrinne. Diese muss unbedingt her, da das vom Dach abfließende (Schmelz..-)Wasser aufgrund des sehr geringen Dachüberstandes mehr an der Wand herunter und so auch in unseren Türausschnitt hinein fließt, als einfach abzutropfen. Außerdem wollen wir das Regenwasser nutzen können.

Eine einfache Dachrinne aus Plastik oder Metall wäre zwar auch eine Option für uns gewesen, bei weitem jedoch nicht so schön, wie eine aus Holz.

Wir haben mehrere Glattkantbretter im Winkel von 45° der Länge nach geteilt und alle Teile mit Leinöl, Leinölfirnis und Pigmenten angestrichen, damit sie witterungsbeständig sind. Anschließend haben wir alles der Länge nach passend zusammengelegt, die Schnittkanten wasserfest verleimt und gut vernagelt. Zu guter Letzt haben wir noch schnell die beiden Seiten mit kleinen Dreiecken verschlossen und ein Loch für den Wasserabfluss hinein gefräst (Fräsnerkopf-Bohrer). Statt einem nicht wirklich schönen Regenrinnenrohr haben wir uns für eine Metallkette entschieden, an welcher das Wasser herunterlaufen kann und im Winter nebenbei gefroren auch schöne Zapfen bildet.
In die fertige Dachrinne haben wir dann noch eine Teichfolie eingeklebt, um das Holz besser zu schützen. Bei den derzeit niedrigen Temperaturen (Januar) lies sich diese leider nur sehr schwer verarbeiten. Mit Hilfe eines Heisluftföhns ging es dann aber doch…

Zur Montage wurden ebenfalls aus Glattkantbrettern mehrere Halterungen mittels selbst designter Schablone ausgesägt und anschließend wie zuvor die Regenrinne selbst mit Leinöl usw. behandelt. Beim Aussägen haben wir festgestellt, dass man bei sowas unbedingt auf die Faserrichtung des Holzes achten sollte, da es sonst an den schwächsten Stellen wegbricht.

Zum Schluss mussten wir nur noch die Halterungen an die Dachkante schrauben und die 10 Meter lange Dachrinne in 4 Meter Höhe zu zweit einhängen… Hört sich schwerer an, als es war.

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